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Reglement Super G

Komplettes Reglement in deutsch

Super G ist ein Agility-Spiel, basierend auf dem Agility-FCI Reglement. Es handelt sich um ein Agility Begleitspiel, das auf Turnieren in mehreren Ländern nach einheitlichen Regeln ausgetragen werden kann.

Falls nicht anders aufgeführt, gilt für Super G Agility das Agility-FCI Reglement.

A)    Hindernisse

1)     Hürden Kombination
Dreier- oder Zweier-Kombination der Hürden A-B oder A-B-C kann gestellt werden

a)     Hürden in gerader Linie, Entfernung 2 Meter für Kategorie Small, 3 Meter für Kategorie Medium und 4 Meter für Kategorie Large (gemäss Reglement FCI von 2007–2011). Bezeichnung der Hindernisse A, B, C. Die Kombination wird als ein Hindernis gewertet, bei einer Verweigerung am A, B oder C muss die ganze Kombination korrigiert werde, sonst erfolgt Disqualifikation.

b)     Zwei oder drei Hürden beliebig kombiniert bezeichnet mit A, B oder A, B, C, Entfernung zwischen einzelnen Hürden beträgt 4,5–7 Meter (gemäss Reglement FCI gültig bis 2006). Die Kombination wird als ein Hindernis gewertet, bei einer Verweigerung an B oder C muss die ganze Kombination korrigiert werde, sonst folgt Disqualifikation.

c)     Kombination aus drei Hürden ohne Bestimmung der Reihenfolge
In diesem Fall bestimmt nicht der Richter die Reihenfolge, wie die Hürden abgearbeitet werden müssen. Die Reihenfolge und auch die Richtung, wie die Hürden abgearbeitet werden, kann der Hundeführer selber entscheiden, wobei der Hund alle drei Hürden der Kombination einmal absolvieren muss. Auslassen oder mehrmaliges absolvieren einer Hürde innerhalb der Kombination wird als Disqualifikation gewertet.
Weil die Richtung der Abarbeitung der Hürden nicht vorgegeben ist, werden keine Verweigerungen angezeigt, ausser der Hund läuft unter der Hürde durch.

Jede Hürde aus einer Kombination kann zusätzlich auch als einzelnes Hindernis in einem anderem Teil des Parcours benutzt werden. Die Regel, nach der der Hundeführer die Möglichkeit haben soll, auf jeder Seite der Hürde durchlaufen zu können, muss in der Kombination nicht eingehalten werden.

2)     Fester Tunnel 2 bis 12 Meter

3)     Slalom 6 bis 24 Stangen in einer Linie

4)     Kombination gebildet aus verschiedenen Hindernissen (nicht nur Hürden)

Der Richter bestimmt zwei oder drei Hindernisse im Parcours, welche Teil einer Kombination AB oder ABC sind. Es können alle Hindernisse Teil einer Kombination sein ausser Reifen, Weitsprung und Doppelsprung, Sacktunnel und Wippe. Nach dem Hindernis welches unmittelbar vor der Kombination zu absolvieren ist, sind die Hürden der Kombination in beliebiger Reihenfolge und Richtung abzuarbeiten, danach folgt der Rest des Parcours. Jedes Hindernis der Kombination muss der Hund einmal absolvieren. Auslassen oder mehrmaliges absolvieren eines Hindernisses innerhalb der Kombination wird als Disqualifikation gewertet. Wenn ein Teil dieser Kombination eine Hürde ist, wird eine Verweigerung nur angezeigt wenn der Hund rund um die Hürde läuft oder unter der Stange durchläuft. An anderen Hindernissen wird eine Verweigerung nur angezeigt, wenn es sich um einen erfolglosen Versuch ein Hindernis zu absolvieren, handelt, z. B. Slalom Eingang, Absprung von der Aufgangszone an der A-Wand, Absprung vom Steg, bevor der Hund zum Abgangsteil kommt, Tunnelverlassen durch das gleiche Loch, durch welches der Hund ins Tunnel gelaufen ist, etc..

Wenn A-Wand oder Steg ein Teil einer Kombination ist, wird als Verweigerung gewertet wenn der Hund unten durch läuft im Fall, dass dieser Hindernis im Rahmen der Kombination noch nicht abgearbeitet wurde oder als Disqualifikation, wenn dieses Hindernis bereits absolviert wurde.

Wenn unter A-Wand oder Steg ein fester Tunnel liegt und dieser Tunnel ist ein Teil der Kombination, dann wird das Durchlaufen unter A-Wand/Steg nicht bestraft, ungeachtet dessen ob A-Wand/Steg auch ein Teil der Kombination ist oder nicht.

Die Verweigerung an einem Hindernis der Kombination muss sofort korrigiert werden, bevor weitere Hindernisse der Kombination absolviert werden. Bei der Korrektur muss die Richtung eingehalten werden, welche der Hundeführer beim ersten Versuch gewählt hat, sonst wird das Team disqualifiziert. Gleiche Regel wird auch bei der Korrektur der Fehler im Slalom angewendet, Rückwärtslauf durch Slalom wird gemäss FCI gewertet.

Die Regel, nach der der Hundeführer die Möglichkeit haben soll, auf jeder Seite der Hürde durchlaufen zu können, muss nicht eingehalten werden.

 

B)     Parcours Aufbau

1)     Parcours kann 12 bis 25 Hindernisse haben, minimale oder maximale Länge des Parcours ist nicht definiert. In der Anzahl werden die unbenutzten Hindernisse (siehe Punkt 7) nicht mitgezählt, hingegen Hindernis „X“ wird mit eingerechnet (siehe Punkt 8). Die Kombination gemäss A1) und A4) zählt als ein Hindernis.

2)     Als Start oder Ziel Hindernis kann ein beliebiges Hindernis verwendet werden. Falls Zonen als Start oder Ziel verwendet werden, muss eine Start- oder Ziellinie definiert werden.

3)     Minimale Entfernungen zwischen den einzelnen Hindernissen sind wie folgt definiert:  5 Meter für Kategorie Large, 4 Meter für Kategorie Medium, 3 Meter  für Kategorie Small. Maximale Entfernung ist nicht definiert.

Hundeführer muss nicht die Möglichkeit haben, im Parcours jedes Hindernis von beiden Seiten passieren zu können.

Beliebiges Hindernis kann unter ein anderes Hindernis gestellt werden (zum Bsp. Tunnel, Sacktunnel, Slalom unter dem Steg oder der A-Wand, etc.)  wenn dadurch die Sicherheit des Hundes nicht beeinträchtigt wird.

4)     Für Super G Agility können alle Hindernisse benutzt werden. Es dürfen zwei Zonen hintereinander gestellt werden, auch in der Kombination gemäss A4).
In Super G Jumping dürfen Zonen nicht benutzt werden (Steg, Wippe und A-Wand). Der Tisch darf sowohl in Super G Agility auch Super G Jumping an einer beliebigen Stelle im Parcours benutzt werden.

5)     Es gibt keine Begrenzung für ein Hindernis im Parcours – jedes Hindernis kann beliebig oft absolviert werden (z. B. Anzahl Zonen, Tische und Slaloms im Parcours ist nicht limitiert, die gleichen Zonen, Slaloms oder Tische dürfen auch mehrmals ohne Limitierung passiert werden), mit einer Ausnahme

– Hindernis „X“, das nur einmal im Parcours integriert sein darf.

– Kombination, darf im Parcours nur einmal vorkommen entweder gemäss Punkt A1) oder gemäss Punkt A4), nicht aber beide Kombinationen oder mehrere Kombinationen gleicher Art.

Parcours muss nicht zwingend im Minimum 7 Hürden enthalten.

6)     Der Richter kann ein Hindernis in den Parcours stellen, an dem die Laufrichtung nicht definiert wird. Die Richtung, wie das Hindernis abgearbeitet wird, wählt der Hundeführer. In diesem Fall darf es nicht um ein Hindernis handeln, welches auf Grund der Konstruktion nur von einer Seite gearbeitet werden kann (Wippe, Sacktunnel) oder ein gerader Anlauf vorgeschrieben ist (Reifen, Weitsprung und Doppelsprung)

7)     Im Parcours kann ein Hindernis gestellt werden, das nicht Teil des Parcours ist und soll auch nicht vom Hund passiert werden. Falls der Hund so ein Hindernis passiert, wird es als Disqualifikation gewertet.

8)     Richter kann im Parcours ein Hindernis stellen, wo weder die Richtung noch die Reihenfolge im Parcours definiert ist – Hindernis „X“. Dieses Hindernis darf nur einmal im Parcours vorkommen und muss/darf nur einmal im Lauf absolviert werden, der Zeitpunkt und Richtung bestimmt der Hundeführer. Es darf aber nicht als Start oder Ziel Hindernis abgearbeitet werden, das würde eine Disqualifikation für das Team bedeuten. Hindernis „X“ darf nicht gleichzeitig im Parcours Verlauf an einer anderen Stelle benutzt werden. Hindernis „X“ darf jedes beliebiges Hindernis sein mit Ausnahme Wippe, Sacktunnel, Weitsprung, Reifen und Doppelsprung. Wenn das Team bereits das Zielhindernis absolviert hat ohne das Hindernis „X“ abgearbeitet haben oder das Hindernis „X“ zweimal absolviert hat, wird es disqualifiziert.

 

C)     Beurteilung

1)     Hindernisse ohne definierte Richtung

Verweigerung wird nur in folgenden Fällen angezeigt:

- wenn es eine Hürde ist: Durchlaufen unter der Stange

- Hund beendet nicht korrekt das Hindernis – z. B. falscher Slalomeingang, Tunnel verlassen durch das gleiche Loch, durch welches der Hund ins Tunnel gelaufen ist, Absprung von einem Zonenhindernis, welcher nach FCI eine Verweigerung bedeuten würde, etc.

Verweigerungen an Hindernissen, wo die Richtung nicht definiert ist müssen aus der Richtung korrigiert werden, die der Hundeführer beim ersten Versuch gewählt hat, sonst folgt eine Disqualifikation. Beim Slalom wird durchlaufen durch drei Stangen in der falschen Richtung als Disqualifikation gewertet.

2)     Dreier-Kombination –  gemäss Punkt A-1-c:  es werden keine Verweigerungen für Überschreitung  der Hürdenlinie angezeigt, denn der Richter weiss nicht, welche Hürde und von welcher Seite das Team abarbeiten will. Verweigerung wird nur dann angezeigt, wenn der Hund unter einer Hürde durchläuft oder falls erwartet werden kann, dass der Hund die Hürde passiert und der Hund wendet sich von der Hürde ab und läuft weg von der Hürde.

3)     Bestimmung vom Standard- und Maximalzeit: der Richter kann Standard- und Maximalzeit selbt bestimmen oder einen Koeffizient zur Berechnung von der Standardzeit benutzen. Mit dem Koeffizient wird die Standardzeit anhand der Zeit des besten Teams mit den wenigsten Fehlern berechnet. Der Koeffizient unterliegt keiner Limitierung.

4)     Super G kann von mehreren Richtern gerichtet werden. Es wird ein Hauptrichter bestimmt, der die definitiven Entscheidungen fällt. Der Hauptrichter stellt den Parcours und verteilt die weiteren Richter-Aufgaben an die Assistenten.

 

D)    Leistungsklassen

Der Veranstalter kann den SuperG Lauf als Open definieren, also für alle Klassen A1, A2 und A3 gemeinsam. Alternativ kann der Veranstalter SuperG als Lauf für zwei Leistungsklassen – SuperG Basic und SuperG Challenge. Der Schwierigkeitsgrad der einzelnen Leistungsklassen definiert der Richter. Wenn der SuperG auf Basic und Challenge aufgeteilt ist haben die Klassen A1 und A2 die Wahl, welches Parcours sie absolvieren wollen, die Klasse A3 muss zwingend im SuperG Challenge starten.

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